Wann lohnen sich Arm-, Bein- und Knielinge statt einer vollen Winterhose?
Arm-, Bein- und Knielinge lohnen sich immer dann, wenn die Temperatur nur leicht unter das Sommerniveau fällt und eine komplette Umstellung auf lange Winterbekleidung noch übertrieben wäre – sie lassen sich einfach mit der vorhandenen kurzen Sommerkleidung kombinieren und bei Bedarf während der Fahrt wieder entfernen.
Im Rennradbereich kommen Linge besonders häufig in der Übergangszeit zwischen Frühjahr und Sommer sowie im Herbst zum Einsatz, wenn die Morgentemperaturen noch kühl, die Mittagstemperaturen aber bereits deutlich wärmer sind. Eine elastische Silikonkante am oberen Abschluss hält die Linge während der Fahrt in Position, ohne einzuschneiden.
Knielinge decken dabei gezielt den Gelenkbereich ab, der bei niedrigen Temperaturen als erstes auskühlt und anfällig für Überlastung ist, während Beinlinge das gesamte Bein bis zum Knöchel bedecken und damit etwas mehr Wärme, aber auch weniger Flexibilität bieten. Armlinge übernehmen dieselbe Funktion für die Arme und lassen sich am schnellsten während der Fahrt an- oder ausziehen, etwa an einer Ampelpause oder direkt vom Rad aus während einer ruhigen Passage.
Ein weiterer Vorteil gegenüber einer festen Winterhose liegt in der Flexibilität für Trainingsgruppen: Wenn Fahrer mit unterschiedlichem Kälteempfinden gemeinsam starten, lässt sich mit Lingen individuell nachjustieren, ohne dass jemand in voller Winterausrüstung überhitzt oder in reiner Sommerkleidung friert.
Praxistipp: Beinlinge und Knielinge unter, nicht über die Radhose ziehen, damit an der Übergangsstelle kein Wasser eindringen kann und der Sitz während der Fahrt stabil bleibt.

































