Fahrradhelme – die richtige Passform, der richtige Sitz

Auch wenn das Tragen von Fahrradhelmen im Straßenverkehr nicht verpflichtend ist, ist es doch unbestritten, dass Radhelme lebensgefährliche Kopfverletzungen vermeiden oder zumindest stark abmildern können. Erfreulicherweise ist zu beobachten, dass immer mehr Menschen diesen Nutzen wertschätzen einen Helm tragen. Oft sitzt der Helm jedoch nicht korrekt waagerecht auf dem Kopf, sondern verrutscht zur Seite oder in den Nacken. Dabei ist der richtige Sitz ausschlaggebend für den Schutz des Kopfes. Denn allein beim Stirnanprall sinkt das Verletzungsrisiko um 90 %, wenn ein Helm getragen wird.

Wir möchten Ihnen hier eine kleine Anleitung geben, damit Sie erstens den richtigen Helm für Ihren Kopf finden und zweitens ihn auch perfekt aufsetzen bzw. anpassen. Denn nur dann erfüllt der Fahrradhelm auch seinen Zweck!

 

Der Aufbau eines guten Fahrradhelms

Kaufen Sie Ihren neuen Radhelm am besten bei einem Fachhändler, der Ihnen eine solide Marken-Qualität garantieren kann. Gute Helme zeichnen sich aus durch:

  • Eine stabile, stoßabsorbierende In-Mold Konstruktion: Oberschale und EPS Innenschaum sind fest miteinander verschweißt.
  • Ein Anpassungssystem, dass in Höhe und Weite einfach einstellbar ist
  • Eine gute Belüftung durch Öffnungen und innenliegenden Kanälen, damit der Kopf nicht überhitzt
  • Abnehmbare und waschbare Innenpolster, die Schweiß aufnehmen und maßgeblich zum Tragekomfort beitragen
  • Reißfeste, hautfreundliche Gurte mit einem einfach zu lösenden, gepolsterten Kinnverschluss
  • Achten Sie zudem auf die EU DIN Norm: CE EN-1078. Sie enthält u. a. Anforderungen an das Material, Konstruktion, Stoßdämpfungsvermögen, Haltbarkeit und das Anpassungssystem. Darüber hinaus sind die entsprechenden Prüfverfahren festgelegt.

Wenn Sie Ihr Rad als Sportgerät nutzen und schnell oder halsbrecherisch unterwegs sind, sind die Helme in Hinsicht auf Belüftung, Tragekomfort und umfassenden Kopfschutz mit spezifischeren Features ausgestattet. Für Passform und Sitz ist das aber eher unbedeutend.

Bitte beachten Sie noch: Nach einem schweren Aufprall muss der Fahrradhelm unbedingt ausgetauscht werden! Der stoßabsorbierende EPS-Innenschaum kann brechen, ohne dass dies mit bloßem Auge erkennbar wäre. Kein Helm ist für mehrere Impacts ausgelegt!

 

Kopf und Radhelm sollten passen wie Topf und Deckel

Allein bei Bobshop finden Sie ca. 15 verschiedene Radhelm-Marken. Jede Marke hat ihre eigenen Ausstattungsmerkmale und auch ihre eigenen spezifischen Passformen. Also ob der Fahrradhelm eher rund geformt ist oder länglich.

Auch wenn man sich selten mit der eigenen Kopfform beschäftigt, für den Helm Kauf sollten Sie das unbedingt tun. Definieren Sie also als erstes Ihre Kopfform und messen sie dann Ihren Kopfumfang. Das Messen geht am einfachsten mit einem Maßband, das über Hinterkopf, oberhalb der Ohren und ca. zwei Fingerbreit über den Augenbrauen rund um den Kopf geführt wird.

 

Probieren Sie Fahrradhelme von unterschiedlichen Marken und Modelle entsprechend Ihrer Kopfgröße. Dafür setzen Sie den Helm immer waagerecht und gerade auf den Kopf.

Helme werden in 2 oder 3 Größenskalen angeboten oder aber in Universalgröße. Sollte Ihr Kopfumfang am Rand eines Größenbereichs liegen, wählen Sie lieber die größere Größe, damit noch eine Kopfbedeckung darunter passt.

Sie merken selbst am besten, welcher Helm perfekt mit Ihrem Kopf matcht. Dann verrutscht und wackelt er bei Bewegung nicht und es gibt auch keine unangenehmen Druckstellen.

 

Individuelle Feinjustierung ist wichtig

Wenn Sie Ihre Wahl getroffen haben, geht es an die Feineinstellung:

1. Einstellung der Helmhöhe: je nach Anpassungssystem geschieht das über kleine Ratschen an der Innenseite oder über Höhenanpassung der Drehrad-Halterung.

2. Anpassung der Helmweite: meist per Drehrad am Hinterkopf. Der innenliegende Kopfring wird damit millimetergenau um den Kopf gespannt. Der Helm sollte festsitzen, aber nicht drücken.

3. Einstellung der Gurte: die Gurtkonstruktion in Y-Form sollte einen Finger breit unter dem Ohrläppchen mit dem Schieber fixiert werden.

4. Einstellung der Gurtlänge: Schließen Sie die Gurte und passen Sie die Länge an: Nicht zu fest, nicht zu locker, es haben sich 2 Fingerbreit Platz unter dem Kinn bewährt. Überhängendes Gurtband kann per Gummiband fixiert werden oder abgeschnitten und mit einem Feuerzeug kurz abgeflammt werden, damit es nicht franst. Schneiden Sie nicht zu viel ab, denn wenn Sie im Winter eine Mütze tragen, brauchen Sie mehr Länge.

Der Fahrradhelm sollte nun ca. 1-2 cm über den Augenbrauen und über den Ohren sitzen. Das Drehrad zur Weiteneinstellung sollte sich am Übergang zum Nacken befinden. Wenn sie den Kopf schütteln, sollte der Radhelm festsitzen und nicht verrutschen.

Achtung: Wenn Sie in tief gebeugter Rennrad-Sitzposition fahren, sollte die Helmschale den Hinterkopf nicht voll überdecken, denn sonst drückt sich, durch den abgewinkelten Nacken, der Helm nach vorn.

 

Fazit:

Es ist nicht nur wichtig, dass Sie überhaupt einen Helm beim Fahrradfahren tragen. Es ist auch wichtig, dass der Helm perfekt auf Ihren Kopf passt, in der richtigen Position sitzt und ideal eingestellt ist. Nur so kann er Schutz bieten. Wenn Sie viel Fahrradfahren sollten Sie auch die Belüftung und die Innenpolster im Blick haben, damit ein angenehmer Tragekomfort gewährleistet ist. Der beste Helm ist der, der eine Symbiose mit Ihrem Kopf eingeht, den man nicht spürt!

 

 

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.


Weitersagen:

Sie haben Ihre Mitgliedschaft soeben in den Warenkorb gelegt und profitieren ab sofort von den exklusiven Vorteilen.
10 % Extra sparen bei jedem Einkauf
8 % Direkt-Rabatt (exkl. Sets & Heimtrainer) plus 2 % Cashback-Bonus
VIP-Shopping
Pre-Sale Aktionen, exklusive Gutscheine, Geburtstagsüberraschung
Priority-Service
Vorrangige Behandlung Ihrer Bestellungen
Einfache Kündigung
Formlos bis zu 2 Wochen vor dem Laufzeitende
Kauf auf Rechnung
Für Kunden mit Rechnungsanschrift in Deutschland