Die unverzichtbare Fahrrad-Regenjacke – Neun Besonderheiten und drei Unterschiede

Fahrradfahren macht Spaß, ist gesund und gut für die Umwelt! Einen Nachteil hat Fahrradfahren allerdings: wenn es kalt wird und/oder regnet, hört der Spaß irgendwie auf. Hören Sie dann bitte nicht auf Ihren inneren Schweinehund … kaufen Sie sich lieber eine Regenjacke, aber nicht irgendeine, sondern eine professionelle Fahrrad-Regenjacke! Und bevor Sie nun mit großen Fragezeichen in den Augen im Fahrradladen oder Onlineshop stehen und sich unzählige verschiedene Modelle von Fahrrad-Regenjacken anschauen – es gibt tatsächlich sehr große Unterschiede und viele Anbieter – lesen Sie doch diesen kleinen Ratgeber. Der bringt Licht ins Dunkel!

Neun allgemeine, wichtige Features von Regenjacken zum Fahrradfahren

  1. Allgemein kann man sagen, dass Fahrrad-Regenjacken vom Schnitt her an die Sitzposition des Fahrers angepasst sind. Der Rücken ist länger geschnitten, damit die Jacke über den Po reicht und der sowohl vor Spritzwasser von unten als auch vor Regen von oben geschützt ist. Auch die Ärmel sind etwas länger. 

  2. Ganz besonders wichtig ist das Material, es soll nicht nur das Wasser von außen abhalten, sondern auch sehr atmungsaktiv sein, damit Schweiß und überschüssige Körperwärme von innen nach außen gelangen. Dafür werden Membranstoffe verarbeitet, deren Qualität sich in der Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität widerspiegelt (weiter unten erkläre ich mehr dazu). Ist eine Regenjacke nur von außen versiegelt, wie der klassische, gelbe „Friesen-Nerz“, dann kann der Körper bei Anstrengung nicht atmen und man fühlt sich wie in eine Plastiktüte gesteckt.  

  3. Fahrrad-Regenjacken sollten generell leicht sein und gut faltbar, damit sie im Rucksack, der Fahrradtasche oder sogar in der Trikottasche Platz finden und immer griffbereit sind, falls ein Schauer droht. 

  4. Der Stoff der Jacke kann noch so wasserdicht sein, wenn die Nähte nicht verschweißt bzw. verklebt sind, dringt genau dort Wasser ein. Bei Fahrrad-Regenjacken sind verschweißte Nähte besonders im exponierten Oberkörper- und Schulterbereich wichtig. Ein thermo verschweißter Tape-Streifen über der Naht, meist von innen, aber auch manchmal von außen, ist gut sichtbar. Achten Sie darauf! 

  5. Das Gleiche gilt natürlich für den Reißverschluss. Wenn in der Jacke kein wasserdichter Reißverschluss vernäht ist (erkennt man auf den ersten Blick!), dann sollte er zumindest mit einer breiten Patte verdeckt sein. 

  6. Gut abschließende Bündchen an den Ärmeln, am Bund und am Kragen sind natürlich auch wichtig, damit kein Wasser eindringen kann. Wenn die Bündchen nicht per se elastisch sind, sollten sie per Klettverschluss regulierbar sein oder per Kordelzug am unteren Jackenabschluss. Als Kragen ist ein ergonomisch geschnittener, etwas höher Stehkragen ganz gut.  

  7. Haben Sie sich schon gewundert, warum wenige Rad-Regenjacken Kapuzen haben? Eigentlich ganz logisch, denn die ist mit einem Radhelm nicht ganz kompatibel! Die weiter geschnittenen Jacken für MTB, Tour und Alltag haben aber manchmal doch eine, damit man sie multifunktional tragen kann. Deren Kapuzen sind dann oft so konstruiert, dass sie sogar unter einem Helm getragen werden können. 

  8. Radfahrer sind Verkehrsteilnehmer. Und als solche ist es fast überlebenswichtig, im Straßenverkehr auch gesehen zu werden, Reflektierende Fahrradbekleidung]. Gerade Regenjacken für trübe Regentage sollten deshalb mit vielen Reflexionsflächen oder -elementen ausgestattet oder aber als Grundfarbe schon neonfarben sein. Eine Kombi ist natürlich am allerbesten!
     
  9. Diverse Taschen, am besten mit wasserdichtem oder verdecktem Reißverschluss verschließbar, sind natürlich generell für Regenjacken ganz praktisch. 

Regenjacke MTB

Spezielle Regenjacken für spezielle Radfahrer 

Welcher Radfahrtyp sind Sie? Das ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen den Jacken. Es gibt spezielle Fahrrad-Regenjacken für:

  • Rennradfahrer
  • Mountainbiker und Alpencrosser
  • Alltag und Tour

 

Regenjacken für Rennradfahrer sind:

  • Regenjacke Sportful Fiandre Rennradsuperleicht: denn sie müssen zusammengerollt in die Trikottasche passen
  • körpernah geschnitten: für die Aerodynamik und damit sie nicht im Wind flattern und rascheln
  • extrem atmungsaktiv: damit Hitze und Schweiß entweichen können und der Fahrer trocken bleibt
  • so elastisch wie möglich: damit die Bewegung nicht eingeschränkt wird und der Schnitt körpernah sein kann
  • schnell trocknend: damit man sie, wenn die Regenwolke vorbeigezogen ist, wieder trocken verstauen kann

 

Die Regenjacken für Mountainbiker und Alpencrosser zeichnen sich aus durch:

  • Regenjacke Gore Wear R3 GTX MTBStrapazierfähigkeit: denn bei Offroad-Fahrten bleibt der ein oder andere Sturz nicht aus, man streift Gebüsch, es spritzen Steinchen, o. Ä.
  • Legerere Passform: damit die weitere Unterbekleidung Platz hat. Aerodynamik spielt hier keine Rolle.
  • Praktische Ausstattung: diverse Taschen, vielleicht eine Helm kompatible Kapuze, die eingerollt werden kann, verstellbare Bündchen, u. v. m. Alles was auf langen Trails halt nützlich ist.
  • Gute Atmungsaktivität: auch hier wird sportlich gefahren und der Körper schwitzt. Das muss alles raus!
  • Kleines Packmaß: damit die Jacke – klein verpackt – immer dabei sein kann

 

Regenjacken für Alltag, Commuter und Tourer ähneln denen der Mountainbiker. 
Sie sind vielleicht etwas einfacher ausgestattet, mit einem nicht Regenjacke Vaude Alltagganz so langen Rücken, da man aufrechter sitzt und sie haben sicher eine Kapuze. Sie sind multifunktionaler, so dass man sie auch zu Fuß gut tragen kann. 

Für den Alltagsgebrauch werden auch gerne wasserdichte Fahrrad-Regenponchos mit Kapuze angeboten. Sie sind günstig, klein faltbar und luftig. Sie bedecken großflächig den Körper samt Rucksack oder Tasche … aber nur wenn kein Wind weht. Dann nämlich pustet der Wind den Poncho umher und den Regen auf die Kleidung. Da schlechtes Wetter ohne Wind eher selten ist, sind Regenponchos also höchstens was für Notfälle! 

Die Membran, das Herzstück der Fahrrad-Regenjacke

So viele Hersteller Regenbekleidung produzieren, so viele Membranen gibt es auch. Die bekanntesten Hersteller sind Sympatex mit der gleichnamigen Membran und Gore Wear mit der „Gore-Tex“ Membran. Die „Ceplex“-Membran von Vaude oder die „ExoShell“ Membran von Endura sind vielleicht nicht so bekannt, sind aber ebenso hoch qualitativ. Regenjacken-Membrane sind allesamt 100% wasser- und winddicht und sehr atmungsaktiv.

Gore Wear stellt nicht nur eigene Regenjacken her, sondern liefert die Membranstoffe auch an andere Hersteller. Gore Wear ist es zudem gelungen die Membran, die normalerweise eher nicht so elastisch ist, sehr elastisch zu machen. Die hochwertigsten Rennrad-Regenjacken sind deshalb mit hochelastischen Gore-Tex Membranen ausgestattet. 

Die Membranstoffe der Regenjacken sind mehrlagig aufgebaut. Die Membran selbst ist dabei eine Lage, die mit einem Trägermaterial, z. B. Polyamid verschweißt wird. Sie liegt meist in der Mitte, unter einer oberen, strapazierfähigen Lage und einer Feuchtigkeit ableitenden inneren Lage. Bei sehr hochwertigen Rennrad-Regenjacken, wie z. B. der Idro Pro von Castelli oder der Shakedry von Gore Wear, liegt die elastische Membran sogar außen und auf eine oberste Lage wird verzichtet. Das spart enorm Gewicht, denn die normale oberste Lage kann sich nicht voll Wasser saugen und die Membran nimmt kein Wasser auf.  Das Wasser kann einfach abgeschüttelt werden und die Jacke ist gleich trocken. Allerdings ist eine Membran an der Außenseite auch ziemlich empfindlich.

Wie erkennt man denn nun die Qualität einer Regenjacken-Membran

  1. An der Wassersäule:  Die Wassersäule wird in mm angegeben und nennt den Wasserpegelstand auf einer 10 cm² Fläche, bei dem Wasser anfängt, wasserdichten Stoff zu durchdringen. Je höher die Wassersäule, desto dichter das Material!

  2. An der Atmungsaktivität: Sie wird meist mit dem MVTR-Wert angegeben und der definiert die Menge der verdunsteten Flüssigkeit pro Kubikmeter in 24 Stunden (Beispiel: 15.000g/m²/24h). Manchmal sieht man auch vereinfachte MVTR-Angaben wie beispielsweise „Atmungsaktivität: 10.000“. Und auch hier gilt, je höher desto besser! 

Natürlich sind das nur Richtwerte, da sie in Laborumgebung gemessen wurden. Die tatsächlichen Werte hängen von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Körperklima und natürlich Unterbekleidung ab.

Apropos Unterbekleidung:

Regenjacken können nur atmungsaktiv sein, wenn auch die Unterbekleidung atmungsaktiv und Feuchtigkeit ableitend ist. Wenn Sie z. B. Baumwoll-T-Shirts unter der Regenjacke tragen, saugt sich die Baumwolle mit Schweiß voll. Baumwolle leitet Schweiß nicht ab! Somit kann auch die Regenjacke nichts ableiten. Ihr Körper ist und bleibt schweißnass! Tragen Sie bei körperlicher Anstrengung deshalb Funktionsbekleidung aus technischen Stoffen, die Feuchtigkeit ableiten.

Fazit

Ich hoffe Sie stimmen mir nun zu, dass eine einfache Alltags-Regenjacke zum Fahrradfahren nur bedingt geeignet ist. Denn sie ist wahrscheinlich am Rücken und an den Armen zu kurz, sie ist wahrscheinlich nicht sehr atmungsaktiv und wahrscheinlich auch ziemlich sperrig und schwer zum Mitnehmen. Mit einer speziellen Regenjacke zum Fahrradfahren hingegen, gibt es keine Ausreden mehr. Es fährt sich bei nassem Wetter genauso gut wie bei trockenem!

 

P.S.: Falls Sie noch weitere Fragen haben, hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar oder mailen Sie uns Ihr Anliegen ganz bequem. Wir beraten Sie gerne!

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