Team Jumbo-Visma - manifesting the Dutch pride

 

Das bereits seit fast 40 Jahren bestehende Team Jumbo-Visma gehört zu einem der beliebtesten Rennrad Teams der Welt. Die Ambitionen waren seit jeher hoch, da bereits mit Gründung des Rennstalls eine Lizenz als Proteam vorlag. 

Gegründet wurde das niederländische Team 1984 von Jan Raas, der selbst ein gefeierter Sprinter in den 70er Jahren war. Nach 10jähriger Profikarriere wechselte er vom Sattel des Fahrers in den Stuhl des sportlichen Direktors für das  ursprüngliche Radsportteam Kwantum, das sich bis zum heutigen Tag in Team Jumbo-Visma entwickelte. Er holte auch den langjährigen Hauptsponsor Rabobank ins Boot - für immerhin fast 16 Jahre! Innerhalb dieser Zeit hieß das Team tatsächlich nur Rabobank, später dann Rabobank Cycling Team. Nach mehreren Sponsoren- und Namenswechseln stieg die niederländische Supermarktkette Jumbo 2015 ein, die bis heute Teil der Haupt- und Namenssponsoren ist.

Die drei prominentesten Fahrer des erfolgsverwöhnten Teams

Schaut man sich die einzelnen Mitglieder des Teams an, so sticht einem die große Anzahl an Landesmeistern ins Auge. 

Ganz aktuell konnten Primož Roglič die Slowenische Meisterschaft im Straßenrennen und Wout Van Aert die Belgische Meisterschaft im Einzelzeitfahren für sich gewinnen. Es macht die Mischung, aus den jungen Wilden wie Pascal Eenkhoorn, der als Rouler alle auf Trab hält, bis zu den erfahrenen Allroundern wie Paul Martens und Maarten Wynants, die einiges an taktischem Geschick und kühlem Kopf mitbringen. Aber auch bei diversen Grand Tours, wie der Tour de France, dem Giro oder der Vuelta wird durch die Bank mehr als nur beachtlich abgeschnitten. Die Fahrer sind also nicht nur im Einzel sehr stark, sondern funktionieren auch als Gruppe - bei starken Sportcharakteren keine einfache Aufgabe. 

Team Jumbo Visma Primoz Roglic

  1. Einer, der ganz klar heraussticht, ist der oben bereits genannte Primož Roglič. Der ehemalige Skispringer startete seine professionelle Karriere 2013 bei Adria Mobile und wechselte, nach schnellen Erfolgen bei der Tour de Azerbaijan, Kroatien-Slowenien, der Slowenien-Rundfahrt und der Tour of Qinghai Lake, zu Team Lotto NL-Jumbo und bleibt voraussichtlich bis mindestens 2023 bei Team Jumbo-Visma. Dass bei Team Jumbo-Visma die Weichen für ihn auf Erfolg stehen, kann man an den zahlreichen Erfolgen als Etappensieger, aber auch an den hervorragenden Gesamtwertungen erkennen. Sein aktuell wohl größter Erfolg dürfte der erste Rang der Gesamt- und Punktewertung der Vuelta a España 2019 sein. Trotz Zwangspause durch COVID-19 konnte er 2020 nahtlos an diesen Erfolg mit der slowenischen Meisterschaft im Straßenrennen auftrumpfen anknüpfen. Ein Etappensieg des Critérium du Dauphiné lässt Hoffnungen für die Tour de France 2020 aufleben, ebenso wie zwei Etappen aus der vorjährigen Tour de France und seine 4. Platzierung im Jahr 2018. Lediglich sein Gesundheitszustand nach dem schweren Sturz bei Dauphiné könnte nicht nur ihm einen Strich durch die Rechnung machen. Eben diese Strecke hat seinem Teamkollegen und eigentlich dritten Mann an der Front, Steven Kruijswijk, das frühzeitige Aus beschert. Hier bildet Roglič zusammen mit Tom Dumoulin die Doppelspitze, mit der sich das Team rund um die beiden Kapitäne den Traum vom gelben Trikot erfüllen möchte. Mit der auffälligen, aber erfolgreichen Mischung aus Kletterer und Zeitfahrer bietet dieser Leader großes Potential für Überraschungen.

    Tom Dumoulin Team Jumbo Visma Profiteam
  2. Für Tom Dumoulin ist es die erste Saison mit Team Jumbo-Visma. Aber auch er bringt bereits eine Vielzahl an Erfolgen und Medaillen mit ins niederländische Spitzenteam. Apropos Niederlande - auch Dumoulin punktet mit einigen nationalen Titeln, die er sich im Laufe seiner Karriere erarbeitet hat. Darunter die Meisterschaften der Einzelzeitfahren von 2014, 2016 und 2017. Aber auch bei den großen Klassikern wie der Vuelta a España, dem Giro d’Italia und auch der Tour de France zeigt er ein klares Profil. In seinen Rollen als Rouleur und Kapitän kann er gleichzeitig für Roglič die strategische Umsetzung des Tempos vorausfahren oder eine Fluchtgruppe in Schach halten. Sein Werdegang gestaltet sich etwas länger als der von seinem viel gelobten Teamkollegen. Als Nachwuchstalent ist er bei Rabobank Development Team gestartet - also dem Ziehteam des ursprünglichen Team Jumbo-Visma. Nach längerem Verbleib im heute formierten Team Sunweb (2012-2020) wechselte er schließlich zurück zu seinem heimischen Rennstall. Sein Feingefühl in Sachen Taktik hat ihm bei den Bergetappen des Giro, der Tour und der Vuelta bereits viel besprochene Erfolge geliefert. Aber auch bei ihm könnten die nur wenig absolvierten, großen Touren im Jahr 2019 und die aktuelle Pandemie ein Haar in der Suppe des Erfolgs werden. 

    Profiteam Team Jumbo Visma Tony Martin
  3. Ein weiterer erfahrener Fahrer im Team Jumbo-Visma ist der Deutsche Tony Martin. Erste Erfolge feierte er bei Thüringer Energie Team während der UCI Europe Touren 2006 und 2007 und er wurde Meister der U23 in den Berg- und Einzelzeitfahrten. Von dort aus wechselte er ins ehemalige T-Mobile-Team HTC-High Road. Während dieser Zeit konnte er mehrere Etappensiege bei Grand Tours für sich entscheiden. Martin wurde Weltmeister und deutscher Meister im Einzelzeitfahren. Von 2012 bis 2016 war er bei Etixx-Quick Step. Dort bestätigte er mehrmals seine Klasse durch einige Weltmeisterschaften, sowie nationale Meisterschaften. Außerdem konnte er das Konto der Etappensiege wesentlich aufstocken und einige Gesamtwertungssiege für sich entscheiden. Gerade auch die Platzierungen im Mannschaftszeitfahren verdeutlichen die Stärken Martins als sehr teamfähiger Rouleur

Das Jumbo-Visma Development Team fordert und fördert zusätzlich junge Nachwuchstalente. Bereits 2002 wurde als Rabobank TT3 ein solches Team eingerichtet. Radsport-Größen und aktuelle Teammitglieder bei Team Jumbo-Visma  wie Robert Gesink und Bert-Jan Lindeman erhielten eine Plattform, um weiter in den Profi-Bereich hineinzuwachsen. 2020 erfolgt die Neuauflage als Jumbo-Visma Development Team mit einer UCI Continental Team Lizenz. Das Development Team liefert ein Potpourri aus Teilnehmern mit guten bis sehr guten Platzierungen bei Straßen- und Zeitfahrmeisterschaften sowie EM-Teilnehmern. Wir sind gespannt!

Profiteam Team Jumbo Visma Logo

Tour de France 2020 - ganz dem gelben Traum gewidmet 

Für das niederländische Radsportteam Jumbo-Visma steht ganz klar fest: einer der beiden Kapitäne muss das gelben Trikot nach Hause tragen. Um dieses Ziel verwirklichen zu können, wird auf individuell starke Fahrer gesetzt. Dies birgt jedoch direkt einige Schwierigkeiten.

 Team Jumbo-Visma Training Peleton

Die Teilnehmer vorab: 

  • Primož Roglič (Gesamtsieg Vuelta a España'19)
  • Tom Dumoulin (Giro d'Italia 2017 - Sieger der Gesamtwertung)
  • Wout van Aert (Sieger Mailand-Sanremo'20 & Strade Bianche'20)
  • Tony Martin (Sieger div. Weltmeisterschaften in Einzel- & Mannschaftszeitfahren)
  • Robert Gesink (Rang 6 TdF'15)
  • George Bennett (Sieger Mannschaftszeitfahren TdF'19)
  • Amund Grøndahl Jansen (Mannschaftszeitfahren TdF + Nor Meister Straßenrennen'19)
  • Sepp Kuss (Sieger Gesamtwertung Tour de Utha’18)
  • Paul Martens (Sieger Gesamtwertung Luxemburg-Rundfahrt'13)
  • Antwan Tolhoek (Etappensieger Tour des Suisse'19) 

 

Zunächst müssen die jeweiligen Egos dazu bewegt werden, sich diesem Ziel zu verschreiben und entsprechend zu assistieren. Außerdem konnte aufgrund der COVID-19 Pandemie die gemeinsame Rennerfahrung nicht vertieft werden, so dass die Zusammenarbeit und das kompromisslose Einverständnis eine große Herausforderung ergeben könnten. Zudem wurde das geplante Dreigespann aus Roglič, Dumoulin und Kruijswijk verletzungsbedingt reduziert - ein herber Verlust, da der Tour de France-erfahrene Kruijswijk sich 2018 auf dem 5. und 2019 sogar auf dem 3. Rang platzieren konnte. Für Roglič wurde Critérium du Dauphiné auch zum sprichwörtlichen Stolperstein, bei dem er sich sturzbedingt selbst aus dem Rennen nehmen musste - besonders bitter, da er Gesamtführer war und es die 10. und letzte Etappe war. Zwar teilte er mit, sich bereits wieder fit für den Tourstart zu fühlen, ein kleines “Gschmäckle” bleibt dennoch.

Auch sein niederländischer Kollege Dumoulin ist noch aus der Vorsaison mit Knieproblemen vorbelastet. Auch die wenigen Teilnahmen an den großen Touren könnten ihm mangelnde Fahrpraxis beschert haben. Dies konnte auch er, aufgrund der aktuellen Situation, nicht aufarbeiten. Natürlich stellt sich auch die Frage eines internen Kampfes an der Spitze - denn die Nummer eins gibt es eben nicht zwei Mal.  

Schaffen die beiden Kapitäne die Koordination untereinander und des Teams, so stehen ihnen mit George BennettSepp Kuss und Robert Gesink hervorragende Kletterer zu Seite. Mit seinen 11 Tourstarts und 5 Etappensiegen kann Rouleur  Martin ebenso tatkräftig assistieren. Der aktuell sehr erfolgreiche Wout van Aert lässt sich nicht nur als hervorragender Allrounder für jegliche Schwierigkeiten einsetzen. Ihn sollte man nach einem bereits fulminanten Start in die Radsportsaison ’20 auf jeden Fall im Auge behalten - er kann das Team Jumbo-Visma in der Tour dank seiner Sprintstärke definitiv nach vorne bringen! Der Sprinter Jansen hingegen kann am Ende nochmal angreifen. Als Ersatzfahrer sind Martens und Tolhoek mit dabei.

Das Potenzial ist riesig, die Schwächen aber nicht von der Hand zu weisen. Die ständige Konkurrenz zu Ineos GrenadiersBORA-hansgrohe und Deceuninck-Quick Step mit dem Tour-Favoriten Julian Alaphilippe wird auch diese Tour spannend bis zur letzten Sekunde gestalten.

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