Schlagwort-Archive: Radsportbekleidung

Be ACTIVE Extreme 2.0 von CRAFT

Innovative Fahrradfunktionswäsche für die kalten Tage

Mit der brandneuen Be ACTIVE Extreme 2.0 Reihe hat die schwedische Sportbekleidungsmarke CRAFT eine der innovativsten Funktionsunterwäsche-Serien entwickelt. CRAFT war schon immer ein Vorreiter in Sachen Innovationen und Neuheiten. Bereits vor 30 Jahren entwickelte das Unternehmen Funktionsunterwäsche, die für die damalige Zeit absolut revolutionär waren.

Mit den Nachfolgern der erfolgreichen Be ACTIVE Extreme Modelle vereint CRAFT seine jahrzehntelange Expertise mit neuester Technologie . Die Unterwäsche ist jetzt noch leichter und mit noch mehr technischen Features ausgestattet, die den Ansprüchen ambitionierter Radsportler gerecht werden.

Das verwendete Gewebe besteht aus zwei Polyester-Fasern. Auf der Innenseite befinden sich das COOLMAX®-AIR Gewebe. Diese haben einen einzigartigen propellerförmigen Querschnitt. Diese außergewöhnliche Form sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit außerordentlich schnell vom Körper transportiert wird. Ein Teil des Schweißes verdunstet direkt auf der Haut und der Restschweiß kann auf der Außenseite der Wäsche verdunsten. Der Körper wird dadurch optimal temperiert und die Haut bleibt angenehm trocken. Für Phasen in denen der Körper weniger aktiv ist, sorgen die eingearbeiteten Luftkammern für die perfekte Isolation. Somit wird der Köper in passiven Phasen vor dem Auskühlen bewahrt. Diese Eigenschaft wird durch das aufwendige Design nach dem Prinzip des Bodymapping noch verstärkt: mit zusätzlichen Mesh-Einsätzen an Stellen, an denen der Körper besonders stark schwitzt. Diese Einsätze sorgen für Ventilation und noch besseres Feuchtigkeitsmanagement.

Einige Modelle der Kollektion Be ACTIVE Extreme 2.0 sind auch mit GORE Windstopper®-Einsätzen im Frontbereich ausgestattet.  Der Windstopper schützt Sie besonders gut vor kühlem Fahrtwind. Die Unterwäsche ist in einer großen Modellvielfalt – inklusive einer sehr stark reflektierenden Variante erhältlich. Die Modelle können als Baselayer getragen werden oder aber auch solo. Noch mehr Infos und eine große Auswahl an Modellen finden Sie hier.

Bobshop ist Deutschlands bester Online-Shop

Bobshop ist Deutschlands bester Radsport Online-Shop!

WOW! Mit einem Ergebnis in dieser Deutlichkeit und einem ersten Platz bei allen relevanten Kriterien hätten wir nicht gerechnet und freuen uns riesig! DANKE an alle Bobshop-Kunden für dieses tolle Ergebnis!!!

Doch von Anfang an: der beliebte Nachrichtensender n-tv und das DISQ (Deutsches Institut für Service-Qualität) führten zwischen März und Mai 2016 eine umfangreiche Kundenumfrage durch, bei der die besten Online-Shops in Deutschland ermittelt wurden. Über 35.000 Online-Käufer wurden befragt und mehr als 400 Online-Shops aus 37 unterschiedlichen Sparten getestet. Die folgenden sechs Kriterien waren auf dem Prüfstand: Preis-Leistungs-Verhältnis, Angebot, Kundenservice, Internetauftritt, Versand und Rücksendung sowie Bestell- und Zahlungsbedingungen. In der Kategorie „Fahrräder und Fahrradzubehör“ wurde Bobshop bei allen genannten Kriterien auf den ersten Platz gewählt und ließ somit große Branchenkonkurrenten hinter sich.

Dem tollen Anlass entsprechend fand am 13. September eine Awardshow statt, bei der die drei besten Online-Shops aus jeder Sparte gekürt wurden. Die Preisverleihung fand im noblen Ambiente der Berliner Bertelsmann-Stiftung statt. Die Gäste durften ein wundervolles Dinner genießen, während die beiden Moderatoren Carola Ferstl und Torsten Knippertz charmant durch den Abend führten. Nach der Preisverleihung ließen die Preisträger über den Dächern Berlins  den Abend entspannt auf der After-Dinner-Party ausklingen.

Fotos: Thomas Ecke / DISQ / n-tv

Wir freuen uns riesig über dieses tolle Ergebnis und mehr noch, dass wir als Gewinner direkt von unseren Kunden gewählt wurden. Dieser Preis bestätigt uns in unserer täglichen Arbeit: Kundenservice und -Orientiertheit hat für jeden unserer 50 Mitarbeiter absolute Priorität. Wir leben und lieben Radsport und setzen alles daran, den Erwartungen unserer Kunden auch zukünftig gerecht zu werden. So sehr wir uns über die Auszeichnung freuen, mindestens genauso sehr spornt sie uns an, noch besser zu werden.

Weiterreichende Infos finden Sie bei n-tv oder Bobshop.

Gerne dürfen Sie uns weitere Anregungen und Verbesserungsvorschläge in die Kommentarbox schreiben.

TOUR DE BERLIN – Erfolgreich das Brandenburger Tor erreicht!

Vereinstrikots.de unterstützt Radler für den guten Zweck

Vor einigen Wochen berichteten wir auf unserem Blog über das Radevent Tour de Berlin. Nun ist  die Fahrradgruppe um den Neustädter Helmut P. Schuh, wie geplant am 12. August in Berlin angekommen. Die Benefizradtour war ein voller Erfolg und endete mit einem fulminanten Finale, welches wir euch nicht vorenthalten möchten.p1000416

Insgesamt wurden rund 7.500 € Spendengelder für verschiedene soziale Einrichtungen an den Etappenorten „eradelt“. „Wir sind stolz und freuen uns über die bisher erhaltenen Spenden. Natürlich wäre es toll, wenn wir den Spendenbetrag nachträglich noch ein wenig erhöhen könnten“, so die Aussage von Hr. Schuh, der gerne noch mehr der gefahren Kilometer „verkaufen“ möchte, um den Ertrag für die Spendenempfänger zusätzlich zu steigern.

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Die 7 Radler haben immerhin jeweils 1200 km für den guten Zweck zurück gelegt.
Das absolute Highlight für das Team, war die Fahrt durch Berlin in Begleitung von zwei Polizeifahrzeugen. Auf der berühmten Straße Unter den Linden sind beide Einsatzwägen nebeneinander mit Blaulicht gefahren, dahinter das Septett und rund 30 Jedermann-Radler. „Wir haben uns gefühlt, als würde ein Staatsbesuch durch das Brandenburger rollen“, erzählte Hr. Schuh.
„Unser besonderer Dank gilt Bobshop, die uns mit gesponserten Radtrikots und Radhosen für die Tour ausgestattet haben. Das individuelle Design, das speziell für die Tour angefertigt wurden, sorgte überall für viel Aufmerksamkeit!“, so Helmut P. Schuh.

Wir von Bobshop freuen uns über den Dank und die erfolgreich gemeisterte Tour für den sozialen Zweck. Wer noch spenden möchte bzw. Hr. Schuh und seinem Team weitere Kilometer abkaufen möchte, kann sich hier informieren.

ONE GTX Active Bike – Die ultimative Fahrradregenjacke von GORE BIKE WEAR

Regenschutz der Extraklasse

Der Herbst ist da und mit ihm auch das schlechte Wetter und Dauerregen. Für diese Jahreszeit sind Regenjacken unverzichtbar. Besonders für Radfahrer, die auch bei Schmuddelwetter nicht auf Fahrradtouren verzichten wollen und können. Für solche Fälle entwickelte GORE BIKE WEAR die Regenjacke ONE GTX Active Bike. Und was soll man sagen, mit dieser Regenjacke hat sich der Hersteller für hochwertige Radsportbekleidung wieder einmal selbst übertroffen. Angefangen damit, dass die Jacke ein absolutes Leichtgewicht ist. Mit einem Gewicht von 158 g ist es aktuell das leichteste GORE-TEX® Produkt auf dem Markt. Auch das Packmaß ist unheimlich gering, somit kann die Regenjacke beispielsweise bequem in die Rückentaschen eines Radtrikots verstaut werden.

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Aber das ist noch nicht alles: Die Jacke ist mit noch weiteren technischen Features ausgestattet. Das GORE-TEX® Siegel ist seit Jahrzehnten das Markenzeichen von GORE BIKE WEAR und ist ein Garantieversprechen für dauerhafte Wasserdichtigkeit und Winddichtigkeit. Auch bei starkem, langanhaltendem Regen, dringt kein Wasser ein. Das Wasser perlt einfach von der Oberfläche ab und verhindert somit, dass sich das Gewicht der Jacke durch das Regenwasser erhöht. Durch die sogenannte SHAKE DRY® Oberfläche kann man durch einfaches schütteln, die Außenschicht der Regenjacke trocknen. Radfahrer werden nicht mehr länger das Gefühl erleben, aufgrund von nassem Oberflächenmaterial der Jacke zu frieren.

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Hinzu kommt die extreme Atmungsaktivität. Dadurch wird Schweißansammlung reduziert und Wasserdampf wird noch schneller nach außen geleitet und wird nicht zur unangenehmen Dampfsauna. Die Haut bleibt angenehm trocken und die Körpertemperatur konstant optimal.

Neben den zahlreichen technischen Innovationen überzeugt die Jacke auch optisch. Durch die moderne, mattschwarze Optik ist die Regenjacke ein modischer Hingucker, mit der man in jeder Situation einen tollen Eindruck hinterlässt.

Die Rad-Regenjacke ONE GTX Active von GORE BIKE WEAR ist ein absolutes Muss für Radfahrer die auf der Suche nach dem ultimativen Regenschutz sind und dabei gleichzeitig viel Wert auf perfekten Tragekomfort legen. Noch mehr Details finden Sie auf unserem Shop.

„SHUT UP LEGS!“

Radsportbekleidung von Jens Voigt für den ultimativen Motivationskick

Der ehemalige Radprofi  Jens Voigt zählt zu den beliebtesten Fahrern des Radsports. Neben seinen sportlichen Leistungen ist er vor allen Dingen wegen seines mitreißenden Charakters und seiner markanten Sprüche beliebt und genießt inzwischen Kultstatus. Der US-Amerikanische Hersteller Bontrager designte gemeinsam mit Jens Voigt seine ganz persönliche SHUT UP LEGS-Kollektion, die jetzt brandneu bei Bobshop erhältlich ist.

Man kann zu Recht sagen, dass Jens Voigts Karriere einzigartig war. Er gehörte zu denen, die immer ganz vorne mitmischten. Sagenhafte 17  Mal war Voigt bei der Tour de France dabei und fuhr jedes Mal die Rundfahrt zu Ende. Auch vor schweren Verletzungen blieb er nicht verschont und musste nach einigen Stürzen immer wieder mit zahlreichen Nadelstichen geflickt werden. Einer seinerlegendärsten Momente war während  der Tour de France im Jahr 2010.

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Damals stürzte er nach 15 Kilometern so schwer, dass nicht nur er zu Schaden kam sondern auch sein Fahrrad. Sein Gefährt wurde so stark beschädigt,  dass nichts mehr zu retten war.  Obwohl Voigt schwer gezeichnet war und sein Fahrrad einen Totalschaden erlitt, kam aufgeben für ihn nicht in Frage. Nach kurzer, ärztlicher Versorgung ging es für Voigt weiter. Aber nicht wie anzunehmen auf einem Rennrad, sondern auf einem Kinderfahrrad. Voigt schnappte sich kurzerhand  diese ungewöhnliche Alternative und fuhr die Etappe zu Ende – und kam dabei nicht einmal als Letzter ins Ziel! Genau durch solche Aktionen zeigte Voigt seinen unbändigen Kampfgeist und sein eisernes Durchhaltevermögen. Für ihn war aufgeben nie eine Option. Und auch wenn die Beine mal schmerzten, befahl er ihnen einfach die Klappe zu halten (engl. Shut up, legs!) und ignorierte den Schmerz. Dieser Spruch schlug ein wie eine Bombe und wurde zu einer seiner bekanntesten Zitate. Dieses  Motivationsmantra nahm sich der US-Amerikanische Hersteller Bontrager zum Anlass eine ganze Kollektion mit Voigts Kultspruch zu entwickeln.

 

 

Die Kollektion vereint hochwertige Fahrradbekleidung mit trendigem Design. Sie beinhaltet ein Kurzarm-Fahrradtrikot mit passender Fahrradhose.  Die Trikots sind in weiß und in schwarz erhältlich. Beide sind jeweils mit der passenden Hose perfekt kombinierbar. Als  besonderer Hingucker dienen die Shut Up Legs Setorangefarbenen Akzente. Die Kollektion brilliert nicht nur durch modernes Design sondern auch durch hohen Tragekomfort. Durch das atmungsaktive Funktionsmaterial mit Netzeinsetzen wird die Körpertemperatur perfekt reguliert. Die enganliegende Passform gewährleistet eine außerordentlich gute Aerodynamik. Die perfekte Ausstattung für modebewusste und anspruchsvolle Radsportler.

Da auch wir bei Bobshop ein großer Fan von Jens Voigt sind und uns den Radsport ohne ihn und seine Sprüche nicht vorstellen können und möchten, war es für uns selbstverständlich, die SHUT UP LEGS Kollektion in unser Sortiment mit aufzunehmen. Hier finden Sie die komplette Auswahl: also rauf auf’s Rad und Schluss mit jammern 😉

Der Giro d`Italia 2016 – Ein Resümee

Nibali gewinnt den Giro 2016 nach einem fulminanten Endspurt

Der Giro d´Italia 2016 ging gestern mit einem äußerst spannenden Finale zu Ende. Strahlender Sieger wurde der 31jährige Italiener Vincenzo Nibali (Astana), der sich quasi auf den letzten Metern das „Maglia Rosa“ eroberte und sich somit den Gesamtsieg sicherte.

Der Giro I´talia ist nach der Tour de France das wichtigste Rennen in der Radsportwelt.  22 Teams mit insgesamt  198 Fahrern gingen dieses Jahr wieder  an den Start. Die Teilnehmer legten phänomenale 3.383 km zurück. Bereits zum dritten Mal befand sich der Tourauftakt in den Niederlanden, genauer in Apeldoorn;  nach drei Tagen in den Niederlanden wurden die Fahrer  nach Italien gebracht. Dort ging es dann vom südlichen Kalabrien immer in Richtung Norden, bis nach Turin.

In der ersten Phase des Giro ragten der Holländer Tom Dumoulin (Giant-Alpecin) und der Deutsche Marcel  Kittel (Giant-Alpecin) mit sehr guten Leistungen heraus. Allgemein kann man sagen, dass die deutschen Fahrer sich in guter Form zeigten  und sieben Etappensiege einfahren konnten.

Nach halber Strecke der Rundfahrt  führten der Italiener Gianluca Brambilla (Etixx Quick Step) und der Luxemburger Bob Jungles (Etixx-Quick Step) das Feld an. Jungles gewann sogar das Weiße Trikot als bester Nachwuchsfahrer und konnte Platz 6 der Gesamtwertung für sich verbuchen.

Gegen Ende des Rennens wurde es dann nochmal richtig spannend. Zunächst führte der Niederländer Steven Kruijswijk (Team Lotto NL-Jumbo)  die Gesamtwertung vier Tage an. Sein bis dato größter Erfolg und Traum vom rosafarbenen Trikot war in greifbarer Nähe, bis es zu einem schweren Zwischenfall bei der 19. Etappe kam.  Während der Abfahrt auf der Bergetappe stürzte Kruijswijk und verlor ganze 4:54 Minuten auf den Tagessieger und späteren Gesamtsieger Nibali.

Doch bevor Nibali sich als Sieger feiern lassen konnte, sah es  ganz danach aus, dass der Kolumbianer Esteban Chaves (Orica GreenEdge) den diesjährigen Giro für sich entscheiden würde. Chaves führte bis zur 19. Etappe und wähnte sich schon als Sieger, als Nibali ihm durch einen dramatischen Sprint in der vorletzten Etappe das Siegetrikot streitig machte.

Aber auch bei Nibali gab es Durchhänger, da die Erwartungen an ihn sehr hoch waren und somit der Druck zu gewinnen immer größer. Während der 16. Etappe kam es sogar soweit, dass er 4:43 Minuten hinter der Spitze lag. Somit schien der Sieg in unerreichbarer Ferne zu rücken. Durch seinen Kampfgeist und einer Prise Glück feierte  Nibali nach über 80 Rennstunden in Turin seinen zweiten Gesamtsieg des Giro d`Italia. Chaves war natürlich enttäuscht, gab sich aber als fairer Verlierer.

Das Resümee des Veranstalters fiel  generell sehr positiv und zufriedenstellend aus, was auf eine gute Planung und erneut auf ein auf Quäntchen Glück zurück zu führen ist. Mit diesen Impressionen freuen wir uns schon auf den Giro 2017.

Radsportler und Bobshop-Experte Stefan Kirchmair nach Sturz verletzt

Der zweimalige Sieger des Ötztaler Radmarathons und Bobshop-Experte 2015, Stefan Kirchmair, muss die Saison nach einem Sturz beenden. Der 26-Jährige Tiroler hat sich bei einer Ausfahrt eine Fraktur des Oberschenkelhalses zugezogen und wurde bereits am letzten Montag in einer Innsbrucker Klinik operiert. Kirchmair kann deshalb auch beim Saisonhöhepunkt, dem Ötztaler Radmarathon, nicht starten. Dort galt er aufgrund seiner diesjährigen Erfolge als einer der Topfavoriten auf den Sieg.

16.07.2015: Stefan Kirchmair Sponsoren - © Marco Felgenhauer
16.07.2015: Stefan Kirchmair Sponsoren – © Marco Felgenhauer

Kürzlich feierte Kirchmair den Gesamtsieg bei der siebentägigen Etappenfahrt „Haute Route“ in den Pyrenäen. Seine gute derzeitige Form unterstrichen auch Siege bei bei der Transalp, dem Tannheimer Radmarathon bis hin zum Staatsmeistertitel. Kirchmair muss nun mehrere Wochen pausieren, bevor er wieder mit dem Radtraining beginnen kann.

Stefan Kirchmair im Interview: „Die Verletzung ist sehr bitter“

Das Tiroler Rad-Marathon Aushängeschild Stefan Kirchmair hat sich bei einem Sturz eine Fraktur des Oberschenkelhalses zugezogen und fällt deshalb für den Rest der Saison aus. Dabei war der Telfer in herausragender Form und muss nun ausgerechnet beim Saisonhöhepunkt, dem Ötztaler Radmarathon am 30. August, passen. Im Interview verrät der 26-Jährige, wie es zu dem verhängnisvollen Sturz kam, wann er wieder auf dem Rad sitzen kann und wen er nun als möglichen Siegkandidaten beim Ötztaler Radmarathon sieht.

Herr Kirchmair, kurz vor dem Saisonhöhepunkt, dem Ötztaler Radmarathon, setzt Sie eine Verletzung außer Gefecht. Wie bitter ist das nun für Sie?

Im ersten Moment hofft man natürlich, dass alles nicht so dramatisch ist, doch der Moment, in dem klar wird: „das war´s – der Traum ist ausgeträumt“, der ist sehr bitter. Es ist nicht der erste Rückschlag dieser Art für mich – schon oft war ich verletzt und habe mich zurückgekämpft – von daher habe gelernt damit umzugehen. Auf der anderen Seite gehören Stürze leider zu diesem Sport – genauso wie Erfolge. Manchmal weiß man nicht, wofür solche Ereignisse gut sind, aber sie zu verkraften bringt einen weiter als daran zu verzweifeln.

Dabei waren Sie in blendender Form.

Klar ist es bitter, die Form war zuletzt einfach perfekt und es hat nur noch der Ötztaler gefehlt, das ist natürlich eine bittere Pille. Seit dem Sommer geht alles in die richtige Richtung, es gab schon große Erfolge mit dem Sieg bei der Transalp, dem Tannheimer Radmarathon, dem Staatsmeistertitel und zuletzt der Haute Route Gesamtsieg – alles war perfekt angerichtet für den Ötztaler – dem Marathon des Jahres! Nun sitze ich hier und werde ihn wohl erstmals als Zuschauer mitverfolgen.

Bei dem Sturz erlitten Sie eine Fraktur des Oberschenkelhalses.

Ja, das stimmt, eine besonders heikle Verletzung mit relativ großem Risiko für nachhaltige Schädigung bei schlechtem Heilungsverlauf. In Absprache mit meinem Vertrauensarzt haben wir uns gegen Risko und für eine Operation entschieden. Zwei Titan-Schrauben halten nun alles zusammen und ermöglichen eine schnellere Heilung. Die Saison ist zwar gelaufen, aber es wird keine Nachwirkungen geben.

Wie kam es zu dem Sturz?

Es war eine lockere Trainingsrunde mit Gästen der Radwochen im Hotel Kaufmann in Rosshaupten. Meine erste Fahrt nach der Rückkehr von der Haute Route. Das Gefühl am Rad war perfekt, das Wetter auch und dann eine unübersichtliche Kurve, etwas Schmutz und ein Motorradfahrer, den ich zu spät sah – schon war es passiert. Das Vorderrad rutschte weg und ich schlitterte über den Asphalt – ein eigentlich harmloser Sturz mit großen Folgen.

Ab wann sehen wir Sie wieder auf dem Rad?
Momentan bin ich im Sanatorium Kettenbrücke in Innsbruck in besten Händen, doch berufliche Termine wie die Eurobike und den Ötztaler Radmarathon werde ich trotzdem wahrnehmen müssen. Danach werde ich mich von meinem Physio-Team – der Praxis „Physio1.0“ in Innsbruck – behandeln lassen und dort auch in die Vorbereitungen für die neue Saison starten.  Auf das Rad wird mich Dr. Oberladstätter wohl bald wieder bringen, da ist er sehr verständnisvoll. Ich denke, dass ich im Herbst noch schöne Touren mit meinen Teamfahrern drehen kann.

Nun fehlen Sie ja als einer der großen Favoriten auf den Sieg beim Ötztaler Radmarathon: Wie lautet Ihr Tipp, wer könnte nun ganz vorne landen?

Mit oder ohne mich sind und bleiben die Italiener die Favoriten – einer davon wird sich wohl die Lorbeeren im Ziel abholen. Mein Favorit ist Enrico Zen, der heuer der stärkste Fahrer des übermächtigen Beraldo-Teams ist. Seinen Teamkollegen und Vorjahressieger Roberto Cunico muss man aber sicher genauso auf der Rechnung haben, wie verschiedene weitere Italiener. Deutsche oder österreichische Fahrer habe ich nicht ganz oben auf der Favoritenliste, aber für Überraschungen (vielleicht auch aus dem eigenen Team) wäre ich natürlich froh!

Ihr Team wird am Sonntag ohne Sie am Start sein. Was erwarten Sie von Ihren Fahrern?

Meine Fahrer sind gut vorbereitet und das ist nun auch meine besondere Aufgabe, ihnen ein perfektes Rennen zu ermöglichen. In zahlreichen Trainingslagern und Rennen sowie mit der gezielten Trainingsplanung haben sie alle eine mehr als solide Basis für den Ötztaler und unser Betreuerteam wird natürlich auch in Bestbesetzung anrücken, um ein perfektes Rennen zu ermöglichen. Ich wünsche meinen Fahrern einen tollen Marathon und bin sicher, dass sie ihre persönlichen Ziele bei weitem übertreffen werden!

Seit rund zwei Jahren betreiben Sie nun Kirchmair Cycling. Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung des Teams?

Ich bin sehr zufrieden. Das Team ist richtig gut zusammengewachsen und wir konnten wieder unheimlich schöne gemeinsame Aktivitäten unternehmen, die auch mir die Motivation für solche Situationen wie diese geben. Gemeinsam geht alles leichter und darin sehe ich den größten Nutzen für alle Teamfahrer und Friends bei Kirchmair Cycling. ready-made company Leistung steht nicht im Vordergrund, es geht vielmehr um das gemeinsame Erlebnis und den Spaß am Radsport. Jeder kann mitmachen und sich anschließen!

Wie wird sich Kirchmair Cycling im kommenden Jahr aufstellen und was sind die Ziele?

Diese Überlegungen begleiten mich und den engsten Kreis im Team jetzt schon länger und wir wollen das Team schon noch weiter verbessern, um noch mehr Leute (besonders die Genussfahrer) anzusprechen. Es liegen viele Ideen auf dem Tisch, die wir nun versuchen mit starken Partnern umzusetzen. Das wird die Aufgabe sein, die mich über den Winter beschäftigt und ich bin sicher, dass mir das mit bestehenden und neuen Unterstützern gelingt.

 

Hintergrund: Das Kirchmair Cycling Team

Seit zwei Jahren hat Kirchmair den Weg der Selbständigkeit eingeschlagen, versucht sich als Trainer und Teamchef seiner eigenen Mannschaft durch den Radsport ein berufliches Standbein aufzubauen. Sein Kirchmair Cycling Team ist in der Szene in kürzester Zeit zu einer der bekanntesten Mannschaften geworden, fast 50 Mitglieder zählt das Team und bietet für Radsportler jeder Alters- und Leistungsklasse die Möglichkeit, gemeinsam Radevents und Trainingslager zu erleben.

Kirchmair gibt seine Erfahrungen als geprüfter Trainer und ehemaliger Rennfahrer an seine Fahrer weiter und ist besonders stolz auf die vielen Genuss-Fahrer, die sich mittlerweile in seinem Windschatten tummeln. „Mein Team bringt Leute zusammen, die sich sonst wohl nie miteinander unterhalten hätten – es entstehen viele Freundschaften“, erzählt Kirchmair, der zu diesem Zweck zahlreiche Teamevents und Reisen organisiert, um seine Fahrer zu einer homogenen Truppe zu formen.